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Papst-Telefonat mit Putin: Leo XIV. tief besorgt über humanitäre Lage in der ukrainischen Stadt Oles

vor 13 Stunden in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Leo XIV. rief zu einem Waffenstillstand auf, um die Bereitstellung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie eine freiwillige und sichere Evakuierung der belagerten Stadt zu ermöglichen.


Vatikanstadt/Moskau (kath.net/KAP) Papst Leo XIV. hat am Freitag mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Dabei zeigte sich der Papst tief besorgt über die ernste humanitäre Lage in der ukrainischen Stadt Oleschky, wie der Vatikan mitteilte. Leo XIV. rief zu einem Waffenstillstand auf, um die Bereitstellung von Lebensmitteln und medizinischer Hilfe sowie eine freiwillige und sichere Evakuierung der belagerten Stadt zu ermöglichen. Zudem bekräftigte er das Engagement des Heiligen Stuhls für die Förderung von Dialog und Frieden. Leo XIV. befindet sich seit Dienstag in der römischen Gemelli-Klinik, wo ihm ein bösartiger Lungentumor entfernt wurde.

Der Kreml veröffentlichte am Freitag eine Presseerklärung, wonach Putin dem Papst "aufrichtige Genesungswünsche und eine baldige Erholung" ausgesprochen habe. Weiter habe er die Bedeutung der russisch-vatikanischen Zusammenarbeit bei der "Förderung verbindender geistig-moralischer Werte sowie beim Schutz von Christen und christlichen Heiligtümern" in verschiedenen Regionen der Welt betont. Beide Seiten unterstrichen demnach ihr Interesse an der Fortsetzung des Dialogs zwischen der russisch-Orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche.


Weiter teilte der Kreml mit, beim "Meinungsaustausch zur Situation um die Ukraine" habe Putin dem Papst für seine Bereitschaft gedankt, einen Beitrag zur Konfliktlösung zu leisten - ebenso wie für die unternommenen Anstrengungen auf humanitärem Gebiet. "Gespräch in gegenseitigem Respekt" Da der Papst Besorgnis über das Schicksal der Zivilbevölkerung in der Stadt Oleschky geäußert habe, "wurden umfassende Erläuterungen zur Verantwortung des Kiewer Regimes für die dort entstandene schwierige humanitäre Lage gegeben", so der Kreml.

"Die Absicht des Vatikans, zur Schaffung von Bedingungen für die Sicherheit der Bevölkerung der Stadt und für die Organisation lebenswichtiger Lieferungen beizutragen, wurde unterstützt", so der Kreml weiter. Man habe eine Zusammenarbeit in dieser Angelegenheit vereinbart. "Das Gespräch verlief in konstruktiver und gegenseitig respektvoller Atmosphäre"

Die Stadt Oleschky in der Region Cherson nahe der Frontlinie erlebt seit Wochen eine schwierige humanitäre Situation. Sie ist von russischen Soldaten besetzt und steht unter Beschuss beider Armeen. Die Zivilbevölkerung ist von Lebensmittel- und Medikamentenlieferungen weitgehend abgeschnitten. Zuletzt hatte sich der Sondergesandte des Papstes für humanitäre Fragen im russisch-ukrainischen Krieg, Kardinal Matteo Zuppi, Ende September bei einem Moskau-Besuch für eine Verbesserung der Situation in der Stadt eingesetzt.

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Lesermeinungen

LionardoLoredan vor 10 Stunden: "Unsere Kräfte sind begrenzt, und doch kann unsere Zuwendung für ihn viel bedeuten." 1

(Zitat Archimandrit Tiermeyer, hier auf kath.net https://www.kath.net/news/91556; abgerufen am 17.10.2026.)

Papst Leo ist sich sicher der Fragwürdigkeit bewusst, auf der anderen Seite gehört worden zu sein. Ja, er riskiert bei den Herrschern über Tod und Leben mit seiner Hilflosigkeit zur wohlfeilen humanitären Heuchelei ihrer Propaganda benutzt zu werden. Und doch hat er es IHM in unseren entsetzlich lebenden (sterbenden) Mitmenschen angetan.
Menschliches Erwägen hört hier auf. Leo XIV. hat seinen Mund aufgetan und nicht geschwiegen. Und das in seiner eigenen, aktuell schweren Lebenssituation.

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