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Bischof Wilmer: "Wir wollen keinen deutschen Sonderweg"

vor 56 Minuten in Deutschland, 10 Lesermeinungen
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Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz wirbt bei Salzburger CCEE-Vollversammlung um Verständnis im Blick auf den "Synodalen Weg" - Weg der Erneuerung nur in Gemeinschaft mit Weltkirche


Salzburg/Freiburg (kath.net/KAP) Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, hat für die Anliegen des "Synodalen Weges" geworben und zugleich klargestellt, dass es "keinen deutschen Sonderweg" geben werde. Der Weg der Erneuerung werde nur in Gemeinschaft mit der Weltkirche gelingen, zeigte sich Wilmer bei einer Ansprache am 30. Oktober bei der Vollversammlung des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) in Salzburg überzeugt, die am Montag vom Portal "communio.de" veröffentlicht wurde. "Wir wollen diesen Weg als katholische Kirche gehen, in voller Gemeinschaft mit dem Heiligen Vater und in Treue zum Lehramt der Kirche", heißt es u. a. in der Ansprache des Bischofs von Münster.


Wilmer erinnerte angesichts weit verbreiteter Bedenken und Sorgen im Blick auf den "Synodalen Weg" einmal mehr an den ursprünglichen Impuls, der zu dem Reformweg geführt hatte: "Die Kirche in Deutschland wurde durch die schrecklichen Fälle von sexuellem Missbrauch und Machtmissbrauch zutiefst verletzt. Diese Vorfälle haben bei den Opfern unermessliches Leid verursacht und die Glaubwürdigkeit der Kirche schwer beeinträchtigt." Durch diese Vorfälle sei das Vertrauen in die Katholische Kirche vielfach verloren gegangen. Der "Synodale Weg" sollte daher ein "Weg der Umkehr, der Verantwortung und der Erneuerung" sein, um dieses Vertrauen zurückzugewinnen. 

Drei Punkte seien ihm besonders wichtig: Dass jeder weitere Schritt der deutschen Kirche auf ihrem Reformweg "unter voller Achtung des kanonischen Rechts und der kirchlichen Ordnung erfolgt", dass alle weitere Überlegungen und Initiativen auch künftig "im engen Dialog und im ständigen Austausch mit Rom" entwickelt werden - und schließlich, dass es "keinen spezifisch deutschen Weg" gebe, "der uns von der Weltkirche entfernt". 

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Archivfoto Bischof Wilmer (c) DBK/Marko Orlovic


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Lesermeinungen

ottokar vor 22 Minuten: Ganz vernünftige Rede, der auch Taten folgen sollten

Ein Irrglaube, der sich bei den deutschen Synodalen festgefressen hat, ist das Dogma, dass die sexuellen Verfehlungen von Priestern Schuld am Misere der deutschen Kirche seinen.Schuld ist ein Glaubensverlust durch mangelnde bis fehlende Führung vom Schulischen Religionsunterricht bis zur Sorge um die Seelen im Erwachsenenalter. Dafür spricht eindeutig die seit Jahren kontinuierlich großen Austritte aus den großen christlichen Kirchen. Der tatsächlich gläubige Christ und Katholik ärgert sich zwar sehr über die Verbrechen in den Reihen des Bodenpersonals, aber er verlässt deshalb nicht die Kirche Christi. Die Glaubensbasis fehlt an allen Ecken und Enden und um diesen Zustand zu ändern versucht ein Teil unserer Bischöfe uns mit dem synodalen Weg den Himmel auf Erden zu versprechen. Was Spass macht soll nicht immer Sünde sein und der ZDK fordert zur Erleichterung unserer Lebenwirklichkeit sogar ungewollte Kinder abzutreiben. Alles andere gilt als konservativ.

Olli51 vor 37 Minuten: An Ihren Früchten werden ihr sie erkennen...

...das, was er sagt und das, was die Bistümer tun, passt nicht zusammen. Ob Genderideologie an Katholischen Schulen, oder feierliche Segnungen von Parren in irregulären Situationen, alles entgegen den Vorgaben aus Rom. Der "ursprüngliche Impuls“ wurde/ wird als Trittbrett für ihre Reformen Instrumentalisiert.

Azoris vor 1 Stunden: Empfehlenswert ...

... ist das Portal Communio, erreichbar über den Verlag Herder.

CusanusG vor 1 Stunden: Neue Strategie?

Immerhin hat sich der Ton geändert, seit Willmer den Vorsitz der DBK übernommen hat. Solange den Worten aber keine Taten folgen, klingt das Statement verschlagen bis diabolisch.

Wenn die DBK keinen Sonderweg wünscht, dann sollte sie den Sonderweg beenden. Wer aber weiter synodal wandert, säkulare Linksextreme in synodale Posten bringt, die Sexualmoral des Evangeliums pervertiert und dabei so tut, als würde man den Missbrauch aufarbeiten, hat zuerst einmal ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Solange die weitgehend homosexuellen Taten primär dafür genutzt werden, LGBTGQ-Lobby in die Kirche zu tragen, kann von einer glaubwürdigen Aufarbeitung gar nicht die Rede sein.

Und wir sollten nicht vergessen, dass die Kreide, die Willmer jetzt hier verspeist hat, nicht darüberhinweg deutet, dass er selbst allen Beschlüssen der Synodalen zu einer schlicht unchristlichen Sexualmoral zugestimmt hat.

Ich glaube ihm in der Substanz kein Wort, solange die Ziele die ewig gestrigen 68er-Ziele bleiben.

Azoris vor 1 Stunden: Vernünftig und klug ...

... sind die Worte von Bischof Wilmer. Bei Communio.de ist der Wortlaut im Original zu lesen.

SpatzInDerHand vor 2 Stunden: Nuuun... dass die DBK zurückrudert, das glaube ich erst, wenn ich es sehe!

Aktuell dürfen das ZdK und der deutsch-synodale Weg ja weiterhin auf Kirchensteuerkosten all ihren Unsinn und ihre Häresien verzapfen!

lesa vor 2 Stunden: Versteckte Götzen entlarven - Entgiftung

@gebsy: Die haben den UNGLAUBEN beschrieben.
"An welchen Gott glauben wir?" fragte Benedikt XVI. am 12.September 2006)
Welchen Götzen wir auch in der Kirche auf den Leim gegangen sind und von denen wir uns trennen müssen, ist genauestens nachzulesen in der genialen Enzyklika "Pascendi Dominici gregis den Modernismus" B. J. Strickland nimmt dazu Stellung in seinem podcast vom 7.8.2026 "Wir müssen wieder den Mut finden, vom Modernismus als einer lebendigen Gefahr zu sprechen“. Er sagt:
"Alle früheren Häresien griffen eine bestimmte, von Gott offenbarte Wahrheit an. Der Modernismus greift das Fundament selbst an, auf dem die offenbarte Wahrheit beruht. Er verlagert auf subtile Weise den Schwerpunkt der göttlichen Offenbarung hin zur menschlichen Erfahrung, zur historischen Entwicklung und zur zeitgenössischen Kultur."

Richelius vor 3 Stunden:

Also die deutsche Kirche hat sich von der römischen schon soweit entfernt, dass sie ein Teleskop braucht, um sie überhaupt noch zu sehen…

@ Stefan Fleischer: Ja, ich glaube auch, daß die Deutschen wollen, dass man ihnen (in den Abgrund) folgt.

gebsy vor 3 Stunden: Menschliches Mühen

ist in dieser Situation nicht zielführend.
Der Blick auf die Wurzel von Missbrauch aller Art ist MIT GOTTES HILFE zu schärfen.
Ist die Wurzel die sakramentale Eigenmächtigkeit?
Gott wird dadurch verkannt und missachtet ...

Stefan Fleischer vor 4 Stunden: Wir wollen keinen deutschen Sonderweg

Wir wollen nur, dass sich die Weltkirche unserem Deutschen Weg anschliesst!

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